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Haarer, Johanna.

Unsere kleinen Kinder. 12.- 22. Tsd.

München, Lehmann 1937.

251 S., 6 Bll. (Anz.), OLn., Einband mit leichten Gebrauchsspuren

Die österreichisch-deutsche Ärztin J. Haarer (1900-88) verfaßte in der Nazizeit (und danach) Ratgeber zur Säuglings- und Kinderpflege. Ihre Bücher waren eng an die NS-Ideologie angelehnt und richtungweisend für die Erziehung im Nationalsozialismus. Sie waren im Reichsmütterschulungskurs der NS-Frauenschaft eine Grundlage der Ausbildung junger Frauen. Die Grundzüge ihres Erziehungsideals waren Zucht, Unterwerfung, Reinlichkeit und insgesamt Kinder- wie auch Frauenfeindlichkeit: ?Das von Haarer gezeichnete Mutterbild ist sowohl in ihrem Erstlingswerk ?Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind? (1934) als auch in ihrem Fortsetzungsband ?Unsere kleinen Kinder? (1936) eindeutig formuliert und über beide Werke hinweg gleichbedeutend [?] Die Haarer-Bücher sind, allerdings nicht nur bezüglich des Mutterbildes, [?] gespickt mit Forderungen, Vorstellungen und Zielen der NS-Ideologie und stellen somit eine deutliche Antwort auf jene Zeit dar, aus welcher heraus Haarer ihre Bücher schrieb. Dem Mann und Vater kommt in ihren Büchern keinerlei Bedeutung zu.? (aus: Michaela Schmid: Erziehungsratgeber in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Berlin 2008.)

Schlagwörter: Nationalsozialismus, Demagogie im Kinderzimmer, Erziehung, Pädagogik, Verhetzung, Nazissen

Artikelnummer: ZEIT0914


 


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